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Thema: Mark IV Combo ohne Lüfter betreiben / Stromversorgung  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #1
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Betreff: Mark IV Combo ohne Lüfter
Hallo,

beim Stöbern nach einem anderem Beitrag zum MK IV bin ich über diesen hier gestolpert. Für alle, die das Thema MK IV ohne Lüfterbetrieb noch interessiert hier mein Lösungsvorschlag, den ich bei meinem MK IV A schon im Jahr 2000 realisiert habe und bis heute ohne Probleme funktioniert! ( Man, wie die Zeit vergeht !)

Ich schalte den Lüfter nicht ganz ab, sondern betreibe diesen gedrosselt! Das funktioniert relativ einfach und zuverlässig wie folgt:

gebraucht wird dazu ein handelsüblicher Schnur-Zwischenschalter, zu bekommen in jedem Baumarkt.
Es gibt da verschiedene Ausführungen von der Grösse u. Stablität her. Bitte den grösseren u. stabileren wählen, da der Platz innen
für den benötigten Vorwiderstand u. Verdrahtung gebraucht wird.

Der Zwischenschalter wird einfach in die vorh. 2-Adr. Anschlussleitung vom Chassis links oben kommend zum Lüfter eingefügt, sodaß dieser etwa mittig über der Hallspirale am Boden positioniert wird.
Ich habe mir damals vom MB-Vertrieb gleich eine neue Anschlussleitung besorgt ( Ersatz/Rückbau in Orig.-Zustand )

Der Mark IV A war seinerzeit noch für 220 V ~ Netzspannung verdrahtet. Bei diesen Betriebsbedingungen ergeben sich per Messung
( Digi-Multimeter ) am Lüfteranschluß im Tweedpowermodus ca. 99 V~ bei ca. 90mA Aufnahmestrom . Mit einem Variac ( Regeltrenntrafo ) habe ich vorher die Betriebsspannung für den Lüfter ausgetestet, bei der sich noch eine nenneswerte Kühlung sowie auch Geräuschminderung ergab.
Das waren dann ca. 72V~ am Lüfter.

Der Spannungsfall an dem damit benötigten Vorwiderstand im v.g. Schalter beträgt somit ~ 300 Ohm. Gewählt habe ich den nächsten in der Normreihe mit 330 Ohm mit ausreichender 5 Watt Belastbarkeit.

Die Spannungsunterschiede im Tweedpower-Modus bei den versch. möglichen Betriebsweisen (Phentode/Triode-Simulclass/Class A sind
vernachlässigbar und wirken sich auf die Drehzahl des Lüfters praktisch nicht aus.

Im Fullpower-Modus verschiebt sich die Drehzahl des Lüfter entsprechend nach oben, was aber zumindest für mich nicht relevant war u. ist,
da ich den Tweedpower Modus sound-mäßig bevorzuge und zumindest beim Spielen zu Hause ohnehin obligatorisch ist.

Ansonsten müsste für den Fullpowerbetrieb mit gedrosseltem Lüfter der v.g. Vorwiderstand neu berechnet bzw. ausgetestet werden. Dabei steigt allerdings auch die Verlustleistung über dem Vorwiderstand, wodurch die notw. Wärmeableitung im v.g. Schnur-Zwischenschalter ( geschlossenes Kunststoffgehäuse ) nicht mehr ausreicht. Dazu wäre also dann ein etwas grösseres Schaltergehäuse aus Alu mit Lüftungslöchern o. garantiert Hitze-beständigem Kunststoff anzufertigen.
Ist natürlich dann auch  aufwendiger u. teurer. Außerdem müsste das ganze bei Alu- o. Metallgehäuse-Nutzung  natürlich auch noch berührungssicher bzw. schutzisoliert ausgelegt sein ! Einschlägige VDE-Bestimmungen !

Die Schaltung funktioniert denkbar einfach. Der Schnurzwischenschalter als Ein/Aus-Schalter liegt parallel zu dem im Schaltergehäuse einzubauenden Vorwiderstand. Damit wird dieser beim Umschalten in der einen Stellung überbrückt = orig.  ungedrosselter Lüfterbetrieb bzw. in der anderen Stellung der Schalter geöffnet = Widerstand aktiv= gedrosselter Lüfterbetrieb.

Falls Interesse besteht, würde ich auch mal einige Bilder, besonders von dem Schalter mit Innenleben hochladen.

Viele Grüsse
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 02.05.2017, 14:07 von gridcurrent.
Thema: Mark IV (Combo A-Version) zurück vom Service. Bericht über das Ergebnis.  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #2
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Antwort auf Beitrag ID 8120
Hi Rob, danke für Deine Antwort. Das  mit den AÜ's  ist auch nur für mehr an den techn. Einzelheiten interessierten gedacht. Diesbezügl.  habe ich inzw. auch die älteren abgespeicherten threads dazu mit Bildern der über die Zeit verbauten versch. AÜ's gefunden, einer davon sogar mit nur drei Primäranschlüssen. Scheinbar waren  die klanglichen Unterschiede nur marginal, sodaß man sich die zusätzl. Anzapfungen sparen konnte.
Meine Bias Modifikation lässt auch nur eine Erhöhung der Ruheströme in gewissen Grenzen zu. Ich habe dazu die Werte der Bauteile in etlichen Versuchreihen ermittelt. Da ich bisher nur Mesa Boogie Röhren verwendet habe und diese ja ohnehin schon gematcht und selektiert sind, habe ich so die Möglichkeit die trotzdem  sich je nach Röhren einstellenden recht niedrigen Ruhestromwerte etwas nach oben anzugleichen ( Zu hoch waren die Ruheströme der MB-Röhren von Haus aus noch nie ! ). So habe ich damit die Möglichkeit, den sound etwas voller u. runder zu bekommen. Den Mark IV aber eher heiss einzustellen bringt m.e. sound mäßig sowieso nichts, eher im Gegenteil. Der typische Boogiesound geht dann in eine andere Richtung, die mir nicht gefällt bzw. dem amp nicht steht. Ist natürlich aber alles pers. Geschmackssache.
Der Vorteil ist, das die Modifikation so sehr einfach zu bewerkstelligen ist. Das Poti liegt mit einem Serienwiderstand dazu nur parallel zum vorh.  82K Bias-Widerstand auf der Platine und muß dazu nicht mal ausgelötet werden. Also quasi minimal invasiv und spurlos rückbaubar für einen ggf. späteren Besitzer falls gewünscht. Aber ich habe ja ohnehin nicht vor das gute Stück  zu verkaufen, sagte ich ja schon :-)

Gruß
gridcurrent
Thema: Mark IV (Combo A-Version) zurück vom Service. Bericht über das Ergebnis.  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #3
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Antwort auf Beitrag ID 8087
Hallo Rob, danke auch von mir für Deinen klasse report. Auch ich besitze immer noch meinen Januar 91 neu gekauften MK IV Combo, also wohl auch einen MK IV A!
Mein amp ist also inzw. über 20 Jahre alt, bin immer noch top zufrieden damit und hatte bisher kein einziges ernsthaftes Problem, außer notw. Röhrenwechsel von Zeit zu Zeit.
Mitte letzten Jahres habe ich mich dann endlich dazu durchgerungen, das Chassis des amps mal rauszunehmen. Nicht weil es notwendig war, sonder einfach nur um zu schecken, ob soweit techn. noch alles im Lot ist bzw. auch aus  Neugierde wie denn mein Schätzchen innen so nach rd. 20 Jahren ausschaut. Ums kurz zu machen, alles perfekt und sauber. natürlich habe ich alle wichtigen Spannungen u. hauptsächl. die dicken Elkos geprüft und mal den Ausgangsübertrager durchgemessen, was besonder hinsichtlich der Simul Class Schaltung u. tatsächl. vorh. Primär-Anzapfungen interessant war.
Für die techn. interessierten: Dazu habe ich mir sogar die Patent-Schaltung v. Randall C. Smith nebst Beschreibung runtergeladen. Mein AÜ hat tatsächl. 5  Anzapfungen wie eigentl. zu erwarten, es sollen aber auch andere Typen mit  intern nur drei echten Anzapfungen verbaut worden sein, also wie ein ganz normaler Gegentakt-Übertrager. Kann man ohmisch ausmessen. Zw. den jew. 2 primären extern rausgeführten aber offensichtl. intern gebrückten  Anodenleitungen misst man in diesem Fall nur ~ Null Ohm. Bei meinem lagen die DC-Werte um die 10 - 12 Ohm
Die Elko's sind noch i.O. Natürlich macht man sich Gedanken, wie denn solch ein Bauteilwechsel i.d. Praxis beim MK IV mit seiner Platinenbausweise am besten gemacht wird. Dazu geben Deine tollen Fotos Aufschluss. Auch hier wurde die Platine offensichtlich nicht ausgebaut, sondern die alten Anschlüsse der Elkos weit genug oberhalb der Platine abgeknippst und die neuen Elko-Anschlüsse daran angelötet.
So werde ichs auch machen, wenns dann mal in nächster Zeit notw. wird. Hoffentl. geht in Zukunft nur nix kaputt, wo die Platine raus muß. Das muß eine "pain in the ass" Aktion sein.
Da das Chassis nun aber schonmal vor mir auf der Werkbank lag, habe ich die Gegenheit beim Schopfe gepackt und ebenfalls ein Bias-Pot. eingebaut.
Ich habe mir dazu allerdings eine Kopie des vorh. Abdeckbleches hinten links über der Netzkabeleinführung angefertigt ( Das orig. Blech wird aufbewahrt ) und mir mittels zusätzlichem Kippschalter eine umschaltbare Bias-Variante realisiert. So habe ich die Wahl zw. der orig. Fixed Bias Einstellung und dem Adjustable Bias mittels 50K Cermet Poti.
Die Schaltung hat sich m.e. sehr bewährt und ich habe feststellen können, das der v.g. Kippschalter seitdem immer auf der "Bias Adjust" Stellung steht.
Für die Ruhestrom-Einstellung selbst benutze ich den Bias-Master von TAD. So brauchts keine extra Strippen u. keine Messungen im Inneren, was nicht ganz ungefährlich ist. Einfach die 4 Mess-Adapter in die Endröhrenfassungen stecken
und am Gerät direkt umschaltbar die jew. Ruheströme ( jew. Summe Anoden-u.Schirmgitterstom ) ablesen.

Bei Interesse an techn.  Einzelheiten zu meinem Bias Mod. bin ich natürl. bereit einige Info's nebst. paar Bildern dazu nachzuliefern, alles natürl. nach besten Wissen aber ohne Gewähr :-)

Viele Grüsse
Dieser Beitrag wurde 3 mal verändert, zuletzt am 05.07.2012, 14:45 von gridcurrent.
Thema: Mesa Boogie Mark IV mit EL 34  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #4
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Antwort auf Beitrag ID 6429
Zitat von Marc:
Meine Röhren haben vorher noch nie blau geleuchtet, mein Sound ist differenzierter, ich habe mehr Attack und bin meinem Ziel ein wenig näher gerutscht.
Wenn Du eh ein Messgerät für den Ruhestrom hast, bau Dir das Ding doch ein!
Ich bin immer noch auf der Suche nach einem BiasMaster, 150€ sind mir allerdings ein bisschen viel für alle 2 Jahre einmal einstellen.
Gruß Marc

Hallo Marc, danke für die Beschreibung Deiner Erfahrungen.
Das blaue Leuchten der Röhren hat aber m.e. nichts mit dem resultierenden guten sound zu tun. Es gibt da ja 2 Arten des Phänomens "blue glow" von Röhren.
Die eine Variante, tiefblaues Flureszenzleuchten soll harmlos sein, die andere Variante, violett-pink leuchtend aufgrund der Ionisierung von Gasmolekülen, ist schlecht!
Genaueres darüber ist u.a auch hier zu lesen:

http://www.vacuumtubes.net/How_Vacuum_Tubes_Work.htm

Ja der bias-master ist nicht gerade billig aber qualitativ hochwertig und sehr praktisch. Man kann einen solchen sicherlich auch selbst bauen. Das lohnt sich m.e. aber nicht wirklich, da neben dem spez. Messgerät auch besonders die Röhrenadapter mit internem Messwiderstand und Strippen, die von guter Qualität sein sollten, ins Geld gehen. Die gibts bei TAD ja auch einzeln ohne Messgerät. Für den Selbstbau sieht man mittlerweile  ab u. zu auch entspr.  einzelne Röhrensockel/Fassungen, sind aber auch nicht gerade billig.

Klar, wie bereits zuvor erläutert, werde ich den Einbau eines Bias-Potis  ernsthaft in Erwägung ziehen, aber unter Berücksichtigung der auch bereits genannten Kriterien. (SimulClass-Endstufe/Stabilität der Ruhestromeinstellung/wirklich resultierenderSoundgewinn)
Mir geht es momentan nur um die Frage, ob diese von mir gemessenen niedrigen Ruheströme mit einem Pärchen EL 34 von Mesa Boogie in der Class A Sektion des Mark IV als gemäß deren "Fixed Bias Philosophie" als i.O. angesehen werden können. Deshalb die Frage nach Erfahrungen/ Messwerten anderer Mark IV - User zwks. Vergleich.  Dabei möchte ich noch nicht einmal die Frage, inwieweit dabei überhaupt CLass A Einstellung gegeben sein soll, berühren.
Thema: Mesa Boogie Mark IV mit EL 34  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #5
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Antwort auf Beitrag ID 6414
Hi frank,

klar, mach ich gerne wenn's dann mal soweit ist.
Mit dem erwähnten niedrigen Ruhestrom  bin ich aber nach wie vor im clinch.
Habe z.Zt. ein weiteres NOS Pärchen EL 34 der Marke Orion ( nicht gematcht ! ) drin und siehe da, nun liegt der Ruhestrom in einem
m.e. akzeptablen Bereich wie folgt:

Fullpower: 32,0 mA...../......37,9mA
Tweedpower: 23,6mA...../.....27,6mA

Beide im Penthoden-Modus!

Mein Eindruck, mehr Headroom und satter u. runder Ton!
Mit den M/B-Röhren stellen sich selbst im R1 channel (Gain 6-7, Master 4-5, Outp. 2-2,5) bei geringeren Lautstärken Verzerrungen ein, die m.e. ganz klar von der Endstufe kommen, ( Ggf. Übernahmeverzerrungen! ).
Facit: Entweder liegt es an den Röhren, die vom Ruhestrom sehr schlecht zum Mark IV passen, oder es ist doch was mit dem amp selbst nicht i.O. mit der neg. Vorspannungserzeugung, u.zw.  spez. im EL 34 Betrieb. Glaube ich aufgrund des bisherigen einwandfreien  Betriebs mit 6L6 nicht, aber man weis ja nie.
Ersteres dürfte eigentlich nicht sein, auch EL 34 (selektiert u. gematcht!) müssten doch lt. des "Mesa Boogie Fixed Biaskonzepts" vom Ruhestrom her stets passen.
Zweites werde ich mal genauer untersuchen, dafür muß das chassis aber raus und auf meinen Messplatz!
 
Unabhängig vom Thema Ruhestrom, gefällt mir aber der Grundsound des MKIV mit den EL 34 sehr gut.
Insofern, kann ich auch in diesem Punkt das eingangs erwähnte Review von Dir nur bestätigen.
Dieser Beitrag wurde am 05.02.2010, 14:26 von gridcurrent verändert.
Thema: Mesa Boogie Mark IV mit EL 34  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #6
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Antwort auf Beitrag ID 6411
Hallo Frank,
danke für Deine schnelle Antwort. Ok, zugestanden, soundmäßig optimal ist sehr weit auslegbar. Klangempfindung ist sicherlich immer eine  subjektive Angelegenheit und vor allem persöhnliche Geschmackssache. Auch mit der oft diskutierten Frage nach einer heisseren bzw. zu kalten Ruhestromeinstellung und der damit verbundenen Klangerwartung bin ich völlig bei Dir. Das hängt m.E. sehr stark vom Entwickler und der Auslegung des "ganzen Verstärkers" im Hinblick auf die angestrebten Eigenschaften ab. Bei den Mark Series amps u.a. andere glaube ich, ist generell eine etwas kältere Ruhestromeinstellung beabsichtigt. Aber es gibt natürlich auch Grenzen nach unten. Meine Frage / Betrachtungsweise ist daher mehr technisch gemeint  um einfach mal die Ruheströme beim MK IV bezüglich der EL 34 vergleichen zu können. Könnte ja sein, das ich da einfach 2 Ausreisserpärchen erwischt habe.
Aber...... inzw. habe ich bereits den Test mit den erwähnten noch neuen JJ's und auch 2 anderen Pärchen von Telefunken und Valvo, die bei mir noch so rumlagen, durchgeführt. Ergebnis: die Ruheströme liegen ähnlich niedrig. JJ bei 6,6mA, Telefunken bei 9.9 u. 6mA, nicht gematcht, Valvo bei 7 u. 4mA ebenfalls nicht gematcht.
Fazit: das wird wohl für den MK IV normal sein, sofern bei meinem kein Fehler vorliegt, was ich angsichts des bisher einwandfreien 6L6- Betriebs nicht glaube.
Dennoch, zumindest techn. gesehen ist dann beim  Betrieb mit EL 34, zumal in der ansich heisser eingestellten Class-A Sektion, sehr niedrig!

Über den Einbau eines Bias Potis/Trimmer habe ich auch schon öfter nachgedacht und hätte das auch vielleicht schon längst getan wenn ich einen dringenderen Anlass gehabt hätte, das amp chassis auszubauen. Aber es war halt bisher einfach nix kaputt! In nächster Zeit werde ich das aber bestimmt mal machen, auch um die Hochvolt-Elko's nach inzw. 20 Jahren klaglosem Betrieb zu kontrollieren. Im Prinzip müssten nur die entspr. Festwiderstände im BIAS Supply gegen ein hochwertiges Poti ersetzt werden. Interresant ist dabei, das lt. vorl. Schaltplan bei den USA Modellen hinter dem 3,3k -Siebwiderstand 2 Widerstände parallel gegen Masse geschaltet sind (Spannungsteiler), wovon einer der beiden mit Wert 47 K bei den Exportmodellen weggelassen wird ( Omit Export ). An dem Knotenpunkt E der v.g. Widerstände stehen lt. Plan  -60V Gittervorspannung an, die dann über 4 weitere Widerstände v. 220K symetrisch zu den Endröhren aufgeteilt wird. Die Class A-Röhren erhalten dabei die positivere neg. Gittervorspannung. Die Bauteilwerte sind teilw. allerdings nicht zu erkennen. Die wahren Werte ergeben sich damit erst, wenn man das Innenleben vor der Nase hat. Auch ist mit Abweichungen gegenüber den im Netz zu bekommenden Plänen zu rechnen. Da muss man sicherlich aufpassen. Bei der Für - u. Widerbetrachtung zum Einbau eines Biaspotis darf m.e. auch nicht vergessen werden, das es sich eben um eine Simul-Class Endstufe handelt. Mit nur einem Poti verändert man dann die Werte um gleiche Beträge für beide Endstufensektionen, was ja je nach vorh. Röhren auch nicht sinnvoll ist. Also dann zwei Potis's ?
Ausserdem möchte man mit der Modifikation auch nix versauen, zb. auf der Platine. Das ist manchmal schneller passiert als einem lieb ist. Es gibt offensichtl. sehr wenige Leute im Netz, die das schon gemacht haben. Vor paar Jahren war das z.B. ein Mitglied aus einem MesaBoogie Board in den USA, den Thread finde ich allerdings nicht mehr. Von dramtischen Klangänderungen in positver Richtung war aber auch nichts zu lesen, soweit ich mich erinnere. Das Poti muß von hoher Qualität sein, da ansonsten mit der Zeit oder aufgrund von Erschütterungen mit Veränderung des Arbeitspunktes zu rechnen ist. Aus all diesen Gründen tendiere ich immer mehr nur zur Kontrolle der Ruheströme bei anstehendem Röhrenwechsel.

Viele Grüsse
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 04.02.2010, 22:51 von gridcurrent.
Thema: Mesa Boogie Mark IV mit EL 34  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #7
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Antwort auf Beitrag ID 6409
Zitat von frank:
Ruhestrom habe ich nicht gemessen. Wozu auch? Entweder es klingt oder nicht.

Hallo Frank, habe Dein review zum Mark IV nebst Ergänzungen gelesen. Gute Arbeit, besonders die Hinweise zu den div.
Soundeinstellungen und den mögl. unterschiedlichen Endstufen - Röhrenbestückungen. Sehr hilfreich, nicht nur für Mark IV Neulinge :-)

Bitte sei mir nicht böse, aber Deine oben zitierte Philosophie zur Bedeutung der Ruheströme kann ich zw. akzeptieren, sehe dies aber doch etwas differenzierter, aus techn. wie auch aus klanglicher Sicht.

Um gleich Missverständnissen vorzubeugen, ich bin  nach wie vor von der Qualität des Mark IV und auch der anderen Mesa-Boogie Verstärker absolut überzeugt. Meinen MK IV würde ich so schnell nicht hergeben wollen, einfach zu gut das Teil und auf Mesa Boogie lass ich so schnell nix kommen !

Aber die Auswahl der Röhren generell und bei Endstufenröhren zusätzlich die richtige Einstellung des Bias ist schon sehr wichtig für eine techn. sichere und auch soundmäßig optimale Betriebsweise des amps.

Mesa Boogie gewährleistet dies mit Ihrer "Fixed Bias - Philosophie" und den entspr. erhältlichen, nach den wichtigsten Röhrenparametern selektierten und gematchten Endstufen - Röhrenpärchen oder Quartetten. Dabei soll, auch nach eigenem Bekunden, der Ruhestrom in einem mittleren und damit sicheren Bereich liegen, wobei ein paar mA nach unten oder oben soundmäßig nichts ausmachen sollen. Dementsprechend sind die Amps lt. Mesa ausgelegt. Für 6L6 z.b. im Mittel ca. 30mA im Fullpower Modus. Die gemessenen Werte liegen aber oft deutlich drunter,  besonders in der CLass AB Sektion des Mark IV ( mittlere beiden Röhrenfassungen )

So wenig wie mit den von mir genannten EL 34 Röhren habe ich aber bisher mit keiner 6L6 Bestückung gehabt. Bei der Betrachtung müssen natürlich die unterschiedlichen max. Verlustleistungen der EL34 o. 6L6 berücksichtigt werden. Dennoch erscheinen gemessene 6-7mA
für eine EL 34 in der Class A Sektion im Fullpowermodus recht wenig. Die Anodenspannungsversorgung beträgt ja lt. Plan  460 V-, Schirmgitter bei 448V-!

Aber egal, ich will hier keinen Streit um die ohnehin schon oft anderswo kritisch diskutierte "Fixed Bias Philosophie" vom Zaun brechen, bin ja bisher damit auch trotz aller Unkenrufe nicht schlecht gefahren.

Werde mal versuchsweise ein gematchtes Pärchen JJ E34L  probieren und schauen wie es damit mit dem Ruhestrom und Klang bestellt ist, nur interessehalber :-) !

In diesem Sinne

Bis dahin
Dieser Beitrag wurde 2 mal verändert, zuletzt am 04.02.2010, 13:57 von gridcurrent.
Thema: Mesa Boogie Mark IV mit EL 34  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #8
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Betreff: Mesa Boogie Mark IV mit EL 34
Hallo zusammen,

ist schon eine ganze Weile her, seitdem ich hier gepostet habe.
Meine Frage, wer hat  schonmal ein Paar EL 34 in seinem Mark IV betrieben und dabei
auchmal die Ruheströme z.B. mit dem TAD Bias Master o.a. gemessen.
Ich habe heute ein neuwertiges Paar Mesa Boogie Röhren STR447 erhalten und diese
gleich mal in meinem Mark IV Combo (A-Version Baujahr 1990) getestet.
Der Ruhestrom beträgt nur rd. 7mA im Fullpower- bzw. 4,5 mA  im Tweedpowermodus ! Der Amp funktioniert zwar sogar auch damit
und selbst der Sound ist noch nicht einmal schlecht aber sollte das denn normal sein?
Ums gleich zu sagen, es liegt kein Fehler vor, der Amp selbst funktioniert nach wie vor
einwandfrei und die Röhren sind  auch in Ordnung. Ich benutze aber seit einiger Zeit vorzugsweise 6L6 STR 430 o. auch
6L6 5881 STR 425 von Mesa Boogie.  
Hatte vor paar Jahren schonmal ein EL 34 Pärchen STR 440 Farbcode RED von Mesa Boogie probiert, aber damit wollte
mein MK IV überhaupt nicht. Die Ruhestromüberprüfung ergab dabei noch niedrigere Werte
wie vor genannt ( um ca 1mA). Hatte diesbezüglich sogar mal bei Mesa Boogie direkt
nachgefragt, die Antwort war allerdings nicht wirklich aufschlussreich. Diese Röhren arbeiten
bis heute völlig einwandfrei in meinem Echolette M70 Mischverstärker. 
Nun wie bereits erwähnt habe ich ohnehin meist 6L6 Röhren drin, für meinen Geschmack klingt der MK IV
damit auch am besten. Aber man will ja eben auch mal probieren wie die SimulClass Endstufe mit
El 34 klingt.
Mit einem Paar Mesa Boogie 6L6 GC STR 454 ( Svetlana ) habe ich z.Zt. beste Soundergebnisse, besonders Clean
mit dem R1 channel. Dabei ziehen die Röhren in den äusseren Fassungen (ClassA-Sektion) rd. 43 mA im Fullpower - bzw. rd. 33mA im Tweedpowermodus.
Das sind m.E. vernünftige Werte in der Class A Position und das hört man auch! Sehr voll, warm, offen  und detailreich klingend mit schimmernden Höhen. 
Mit den STR 430 messe ich da in den v.g. Fassungen und Full-Tweedp.-Modus   ca. 10mA weniger. Aber auch damit klingt
der Mark IV gut. zwar mehr mittig, besonders mit den 5881.

Also, würde mich freuen, wenn jemand hier mal seine Erfahrungen bezügl. Ruhestrom und sound mit EL 34 Röhren in der Class A- Sektion des Mark IV  nennen könnte.

Viele Grüsse
Thema: Mark 3 kaputt...nur noch clean/rythm1...  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #9
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Antwort auf Beitrag ID 1110
Hallo, so wie Du den Fehler beschreibst, würde ich auch auf einen der an der Umschaltung im lead modus beteiligten LDR's tippen.
Gemäß Schaltplan sind das beim MK III 2 Stück, einer am Eingang und einer am Ausgang der leadstufe, die dadurch zwischen die Röhrenstufen V1B und V2A eingeschliffen wird.
Ein weiterer LDR schaltet im lead modus das lead master poti aktiv, indem ein Bein des Potis gegen Schaltungsmasse verbunden wird.
Hast Du dieses Masterpoti schon mal im lead modus voll aufgedreht. Es müsste dann eigentlich der normale Rhytm ton zu hören sein und es müsste sich in der Lautstärke was verändern wenn Du dieses Poti in Richtung 0 drehst. Wenn das so wäre, könnte man davon ausgehen, das der oben erwähnte LDR fürs LeadMaster Poti noch o.K. ist.
Leider ist der mir vorliegende Schaltplan recht unleserlich und ob dieser 100% stimmt, weis ich auch nicht. Man hört ja immer wieder, das man sich darauf nicht verlassen kann, da Boogie ja immer wieder mal Scahltungsänderungen / Optimierungen vorgenommen hat, die nicht unbedingt in den verfügbaren Schaltplänen eingeflossen sind.
Was ich noch erkennen kann ist, ein weiterer LDR sowie ein relays in der Gitterbeschaltung der Röhre V2A. Das relays ( 1x wechsler ) müsste bei Rhym 2 schalten, was man ja auch hören können müsste.
Wie Du siehst, gibt es einige mögliche Ursachen für den Fehler. Wenn Röhrenerneuerung nichts gebracht hat, hilft nur noch den Fehler systematisch durch Messungen einzukreisen.
Was mich stutzig macht ist, das der amp vor dem Röhrentausch und Ausrichten der ersten Röhre V1 zwar Transistor-mäßig wie Du sagst  klang, aber noch funktionierte.

Ich würde Dir auch empfehlen, einen guten amp tech Deines Vertrauens auzusuchen, alleine schon wegen der hohen internen Betriebsspannungen, die tötlich sein können!

Gruß
Arno
Thema: Mesa boogie Mark IV: Einschleifen von Effekten klappt nicht (Einschleifen von hall über "normal loop". Verzerrer über "switchable loop")  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #10
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Antwort auf Beitrag ID 1131
Hallo Mark,

soweit ich das überblicke, wirst Du mit dieser Anordnung kein Glück haben. Ich habe mir eben nochmal die Beschreibung zum MK IV ( alte und neue ) sowie den Schaltplan zu meinem MK IV ( frühe Version, gekauft 01/91 )!
m.e. sind die eigentlichen loop switching funktionen gleich geblieben, bei den neueren MK IV ist nur die Anordnung der send/return buchsen sowie der Schalter unterschiedlich, abgesehen von der zusätzl. Funktion der return buchsen für stereoeffecte ( Left Stereo return / Right Mono return )

Es ist einfach so, das Du Dich mit dem Selector Switch entweder für die normal loop oder für die switchable loop entscheidest. Elektrisch gesehen
funktioniert dieser Selector Switch als einfacher Wechsler. Also einfach gesagt, beides gleichzeitig, normal loop und switch loop aktiviert, geht nicht.
Somit ist auch der von Dir beschriebene Effect zu erklären. Wenn also Hall und Chorus im normal loop eingeschliffen sind und dieser mit dem Selector switch fest gewählt wird, ist auf der anderen Seite der switch loop in richtung Endstufe offen. Wenn Du also dann bei lead vermeintlich auf den Verzerrer umschaltest, kannst Du eben von selbigen nichts hören, da nach wie vor das Grundsignal vom amp den weg der normal loop nimmt und lediglich am Eingang Deines Verzerrers über die Send buchse
ansteht.

Sie Dir mal den Auszug vom Schaltplan an


[Bild: http://s3.bilder-hosting.de/img/RT9DK.jpg]

Dort sieht man den Loop Select Schalter, als Wechsler .  Die Kontakte bezeichnet mit LDR sind sind opto elektronische Schalter, die abhängig vom gwählten modus ( autom effect/channel zuordnung ) schalten. Ganz klar ist zu sehen, wenn der Loop Select auf normal loop steht, kann unten über die switch loop kein signal weitergeleitet werden.


Ich hoffe, das hilft Dir die Mimik der effects loop section des MK IV besser zu verstehen :)

Gruß
Arno
Dieser Beitrag wurde am 19.11.2006, 15:55 von gridcurrent verändert.
Thema: wer spielt wann was womit und worüber? (equipment)  im Forum: Mesa-Boogie Gitarren-Amps
gridcurrent #11
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Antwort auf Beitrag ID 635
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte kurz mein Lieblings-Equipment vorstellen.

Mark IV - Combo in Black Vinyl mit stock Black Shadow EVM 12 L , 200W, Serien Nr.: IV 0726

Gekauft Anfang Januar 1991, hergestellt daher wohl 1990


3 x 1x12 Thiele ebenfalls mit EVM 12 L OEM-Version sowie

1x 1x12 open back mit Black Shadox EVM 12 L

Die Boxen nutze ich mit dem combo in verschiedenen Kombinationen, wie z.B. als 3- D setup ( 2 x Thiele über Stereo amp sowie Multieffekt gespeist über regelbaren Slave DI Out des MK IV )

Fulltone Clyde De Luxe Wah

Fulltone OCD

Verschiedene vintage tube amps und Effectgeräte, z.B. ein Roland Bandecho RE 201 und Dynacord Bandechogerät


Spiele z.Zt. nur zu Hause

Höre gern Blues und Jazz

Beste Grüsse
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