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Braucht man wirklich Effekte ???
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Mesa1 #1
Mitglied seit 10/2007 · 51 Beiträge · Wohnort: Aurich
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Betreff: Braucht man wirklich Effekte ???
Hallo, mal so in die Runde.

Im Proberaum spiele ich jetzt schon über 2 Jahre nur mit meinem Boss GT 10 direkt in die PA.
Habe mir mühsam alle Sounds zusammen gebastelt, die ich so brauche. Das funktioniert auch ganz gut so.
Das Boss GT 10 ist ja recht vielseitig und bietet da viele Möglichkeiten.

Nun habe ich gestern mal meine Klampfe direkt über meinen Boogie MK 4 gespielt.
So'n Boogie hat ja auch was.

Immerhin 3 Kanäle und auch einige schöne Möglichkeiten der Soundeinstellung.
Also, Klampfe und direkt rein in den Amp.

Zum Schluss habe ich mir dann ernsthaft die Frage gestellt: Was will man, was braucht man wirklich ???

Brauche ich wirklich 1000 tausend verschiedene Sound's um gute Musik zu machen, oder reicht eine gute Klampfe und ein guter Amp ?
Nach dem Motto: Warum umständilch, wenn es auch einfach geht.

Würde mich mal Interessieren wie Ihr darüber denkt.

LG  Horst
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Nomado #2
Mitglied seit 08/2013 · 9 Beiträge · Wohnort: HH
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Hallo Horst!
Ich denke du kannst genau so gut fragen: Braucht man wirklich einen Mesa ;-)

Dein Zitat :Zum Schluss habe ich mir dann ernsthaft die Frage gestellt: Was will man, was braucht man wirklich ??? <-- DA hast du´s ja geschrieben.
Ich habe wie Tausende von Gitarristen bunte Kästchen auf dem Board, die ich manchmal nur so zum Spass zusammenstelle, einstelle, voll drauf abfahre und dann beim nächsten mal wieder als ziemlichen Käse empfinde.. Mein Delay ist ein beschissenes Danelectro, mein Chorus ein Schwabbelgenerator. Meine Zerre am Mesa lässt meinen Ibanez TS9 "kotzen vor Neid".

 Trotzdem: Erlaubt ist was gefällt. Also raus aus der Krise!

Wie hätte sich wohl Kurti´s "come as you are" mit nem Killer Recti-Sound angehört...
Ich werde blass vor Neid wenn ich Andy "FX" Summers höre...
Das FX Rack von The Edge blinkt wie ein UFO, also nur den Teil den du sehen kannst....

Ein beschissener Gitarrist wird mit vielen Effekten vielleicht nicht besser - aber er fühlt sich vielleicht besser.
:-)
FloPoeKo #3
Mitglied seit 12/2008 · 58 Beiträge
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Lieber Horst,

die Frage ist ja wenn ich das sagen darf ein kleines bisschen redudant wenn man den Einsatz von Effekten als Klanggestaltung und nicht als Klangverbesserung ansieht.
Effekte haben primär (also in meiner Weltsicht) den Sinn einen bestimmten Effekt zu erzeugen und wenn man z.B. einen Chorus-Sound und Delay braucht hilft es irgendwie nicht keinen zu nehmen.

Aber mal ganz im Vertrauen: Ich habe schon einige Leute kennengelernt die ein Boss GT10 oder GT 100 hatten und aus der Erfahrung heraus ist das eines (!) der Effektgeräte die gelinde gesagt nicht besonders gut klingen. Es gibt Firmen die sich im Rahmen der Möglichkeiten eines Digitalen Multieffektes etwas mehr bemühen.
Damit meine ich z.B.  daß das Teil gerade im seriellen Einschleifweg eines tollen Amps den kompletten Sound so einebnet daß man den Verstärker gleich weglassen konnte.
Die waren teilweise schon kurz davor den Amp zu verkaufen und haben es gottseidank irgendwann gemerkt. Das gleiche gilt für div. Wah-Wahs die durch diesen unsäglichen Weichen-Bypass schon "Front End" ziemlich viel vom Gitarrensignal fressen.
Es gibt aber ein paar einfache Tricks wie man das so machen kann daß man trotz Effekten (Pedal und 19") noch viel vom (Amp)-Sound erhält...

Gruß Florian
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Mesa1 #4
Mitglied seit 10/2007 · 51 Beiträge · Wohnort: Aurich
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So, nachdem einige hier ihre Meinung geschreiben haben, möchte ich mich mal bei allen bedanken.
Danke das ihr mitgemacht habt.

Da ich dieses Thema auch in anderen Foren gepostet hatte, möchte ich zum Abschluss mal das Beste zusammenfassen.

Zitate, auch aus anderen Foren:

Braucht man eigentlich Gewürze?

Ziel des Instruments spielen ist es, damit etwas musikalisch Interessantes zu schaffen. Das ist die Kunst. Ob keinen oder 122 Effekte, ist unerheblich. Gebraucht wird, was einen zu diesem Schaffen bringt.

Purismus ist jedenfalls keine Kunst. Im Gegenteil: Zum Prinzip erhoben ist sie eine kategoriale Sackgasse.
 
So wenig Effekte wie möglich aber so viel wie nötig!
 
 
Und das Beste zum Schluss:
 
Alles Geschmacksache sagte der Affe und biss in die Seife...
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Garry #5
Mitglied seit 03/2008 · 68 Beiträge · Wohnort: Thüringen
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Braucht man wirklich Effekte ??????    Ja, was man nicht braucht ist ein GT 10 ( Zoom, Line 6, usw.) wenn man einen Mark IV hat.
Der Mark liefert so geile Sounds und da brauchst du als Effekt noch ein Delay, Wah, ... und mehr brauchst du eigentlich nicht, vorausgesetzt du kannst spielen, denn der Amp ist sehr   ehrlich  der verzeiht keine Spielfehler.
les_paule #6
Mitglied seit 08/2006 · 43 Beiträge
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Antwort auf Beitrag #1
Zitat von Mesa1 am 20.08.2013, 16:28:
So'n Boogie hat ja auch was.

Lustiger Satz.

Jörg
FloPoeKo #7
Mitglied seit 12/2008 · 58 Beiträge
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Hallo Horst,

mal aus reiner Neugier: Hast Du denn schon mal im Zuge des Ganzen überlegt oder hilfreich Ratschläge erhalten, was Du nun in der Realität machst, um deinen Mark IV und die Sache mit den Effekten möglichts klangoptimal umzusetzen?

Beste Grüße
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Mesa1 #8
Mitglied seit 10/2007 · 51 Beiträge · Wohnort: Aurich
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Ja, ich werde es in Zukunft weiter so handhaben wie ich es in den letzten Jahren auch gemacht habe.
Da ich mit meinen beiden Band's Cover Musik mache, kann ich natürlich nicht auf Effekte verzichten.
Das war mir natürlich von Anfang an klar.

Da ich das GT10 über einen switchable Loop in meinen Boogie einschleife,
habe ich die möglichkeit mit oder ohne Effekte zu spielen.

Der Beitrag sollte auch nicht dazu dienen für mich eine Entscheidungshilfe zu sein, sondern eher ein Anstoss für eine Diskussion
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LP1958VOS #9
Mitglied seit 11/2010 · 18 Beiträge · Wohnort: Langen, Niedersachsen
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Moin inne Runde,

ob und welche Effekte (nur Pedale, kein Modelling) meinen Boogie-Sound colorieren dürfen, entscheide ich je nach Situation, sowie Lust und Laune. Die einzigen Konstanten in meinem Setup sind ein Cry Baby Classic Wah und ein Boden-Tuner. Es gibt ja auch so viele Möglichkeiten, die man einfach mal probieren sollte, bevor eine vorgefasste (andere) Meinung alles zunichte macht, ohne überhaupt selber vorher mal reinzuhören. Manchmal beschäftige ich mich gerne damit, rauszufinden, in welcher Konstellation die eingesetzten Effekte denn überhaupt am besten klingen. Was kommt in welcher Reihenfolge zwischen Gitarre und Amp-Input, was kommt in den FX-Weg usw. Und manchmal will ich auch nur den Boogie-Sound in Reinkultur. Hängt natürlich auch ganz davon ab, was gerade so anliegt, Funk, Blues, Rock, Hardrock.., whatever.

munter bleiben,
Thorsten
Seelig ist, wer nichts zu sagen hat und trotzdem schweigt.
maestrovirtu #10
Mitglied seit 01/2009 · 95 Beiträge · Wohnort: Hamm am Rhein
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Was ich nicht verstehe: Warum haben die neueren Mesas keine switchbaren Loops mehr: Seriell oder Parallel.
Ein soundmäßig zweifelhaftes Effektgerät könnte man dann immer noch für Aufgaben wie z.B. Delay parallel einschleifen, ohne dass es einem den "reinen Sound" zerstört.
Wenn ich mir für meinen Mark V noch eins wünschen dürfte, dann wäre es eine par. Effektloop.
FloPoeKo #11
Mitglied seit 12/2008 · 58 Beiträge
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Hallo Allerseits,

was ich meinte war die Frage ob jemand an handfesten Praxis-Konzepten und ihren Grundlagen vorbeigekommen ist, wie man bestimmte Fehlerquellen, die den Sound Gitarre Kabel Amp beeinträchtigen, einkreisen und dann entweder ausräumen oder wenigstens so weit es geht minimieren kann? Die Sache mit einem parallelen, bei Bedarf ausschaltbaren Effektweg wären ja schon mal zwei...

Grüße
Dieser Beitrag wurde am 28.08.2013, 16:10 von FloPoeKo verändert.
Mikerocks #12
Mitglied seit 10/2011 · 98 Beiträge · Wohnort: Linz, Österreich
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Meine Meinung habe ich bereits hier gepostet: http://mesaboogie-forum.de/forum.php?req=thread&id=2008

Man könnte genauso fragen: braucht man im Auto el. Fensterheber, Klima, heads-up-display....

Ich persönlich brauche Effekte um:
a) Spieltechniken anzuwenden, die ohne Effekte nicht möglich wären (Triolendelays á la U2, swell delays...)
b) mich wohler zu fühlen
c) meinen Sound "professioneller" zu machen - ganz trocken klingt für mich bissl nach Anfänger

Meine Strategie zur Minimierung möglicher Fehlerquellen ist die Verwendung eines gehobeneren Multi-FXes, allerdings OHNE Vorstufensimulation.
Die Klangformung macht IMMER der Amp, Effekte dienen zur Klangbearbeitung und Verschönerung. Deshalb Line6 M13 und kein POD.
Multi-FX haben den Vorteil, dass die Anzahl der Kabel minimal ist, weil dazwischen die Klangformung verlustfrei nämlich digital passiert. (ja Verluste entstehen natürlich beim AD und DA wandeln) Aber welches Delay funktioniert heute noch rein analog?

und noch ein kleiner Denkanstoß: obwohl die eingebaute Zerre meines Mark III sicherlich erste Sahne ist, fühle ich mich - auch wenn mir manche hier den Vogel zeigen werden - mit den Zerrmodels des M13 wohler... hat irgendwie mehr Eier! Davor noch einen TS9 zum Anheizen und perfekt ist mein persönlicher Sound...

also: Referenz sind immer die eigenen Ohren und der eigene Geschmack. Wenn man nicht gerade Joe Satriani heißt und lauter Gitarreros im Publikum hat, dürfte keiner damit ein Problem damit haben, ob und welche Effekte man einsetzt. Die ganze Sound- und Effektfeilscherei ist ohnehin nur Selbstbefriedigung auf der Bühne.
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