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Mesa/Boogie Bass 400+ - kleiner Erfahrungsbericht
McBass #1
Benutzertitel: Boogie-Aholic
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Betreff: Mesa/Boogie Bass 400+ - kleiner Erfahrungsbericht
Der Mesa/Boogie Bass 400+
Ich habe mal nachgerechnet - nach ca. zwölf (12!) Jahren der Benutzung meines Mesa/Boogie Bass 400+ kann ich mir - so glaube ich - eine umfangreiche Beurteilung dieses phenomenalen Bassamps erlauben.
Eigentlich habe ich gar nicht so viel zu berichten, außer das alle positiven Eigenschaften die einem Mesa/Boogie vorauseilen auch auf diesen Amp zutreffen!

Die Verarbeitung:
Die Verarbeitung ist angefangen bei dem unglaublich massiven 19", 4HE messenden schwarzen Metallgehäuse über die Potiknöpfe bis hin zu den "inneren Werten" vorbildlich. Alle zwölf Entstufenröhren (5851 6L6 STR-425) sowie alle vier Vorstufenröhren (12AX7) sitzen fest in Keramiksockeln mit Goldkontakten. Die zwölf Endstufenröhren werden zusätzlich von Klammern fest in ihren Sockenl gehalten. Zum immer wiederkehrenden Reizthema "Röhrenhaltbarkeit" kann ich nur berichten, dass nach all der langen Zeit meiner intensiven Benutzung des Bass 400+ (ca. 12 Jahre) immernoch 2 Pärchen, also 4 Röhren (!) Original-Erströhren sind! Die anderen bereits ausgewechselten Röhren gingen nicht alle auf einmal kaputt, sondern über die vielen Jahre verteilt, immer mal eine. Auch fielen sie nicht plötzlich aus. Ihr nahendes "Ende" kündigte sich in Form von leichten Nebengeräuschen an, sodass ich im Life-Einsatz NIEMALS mit einem defekten Amp da stand! Neue original Mesa/Boogie-Röhren sind durchaus erschwinglich, waren in der Vergangenheit immer sehr schnell lieferbar und brauchten nie eingemessen werden. Das ist eine Besonderheit von Mesa/Boogie Amps. Der Amp ist schnörkellos einfach aber sehr effektiv aufgebaut.

Das Frontpanel:
Auf der Forderseite befindet sich der äußerst sensibel einstellbare sowohl per Hand als auch per Fußschalter schaltbare 7-Band EQ, die blaue Kontrolleuchte, die den Betrieb anzeigt, die Netzsicherung, der Power- sowie der Standby-Schalter, zwei Send/Return-Buchsen, jeweils ein Middle-, Bass- (Pull-Shift), Treble-Poti (Pull-Shift, ein Mastervolumen-Poti, ein Volumen-Poti für Kanal 1 (Pull-Shift), ein Volumen-Poti für Kanal 2 (Pull-Shift) sowie ein Klinken-Input 1 (aktiv) und ein Klinken-Input 2 (passiv). Zwei massive Metallhandgriffe schützen die Bedienungseinheit vor Beschädigung und erleichtern den Einbau des Bass 400+ in ein Rack.

Das Backpanel:
Hier befinden sich ein 600 Ohm XLR Balanced Output mit Goldkontakten, sechs Speakeranschlüsse (2x2Ohm, 2x4Ohm, 2x8Ohm), ein Slave-Output mit Levelregler, zwei Send/Return-Buchsen mit Überblendregler sowie ein Dreistufen-Schalter (Stufe 1, off, Stufe 2) für die Geschwindigkeit des sehr, sehr leisen, seitlich angebrachten Lüfters der Zwangsbelüftung.

Das war es - schlicht, einfach und effektiv!

Der Sound und die Ausgangsleistung:
Der Sound dieses Bass-Amps übertrifft alles von mir bisher gehörte! Seine 500 Röhren-Watt an 2-8 Ohm sind in jeder Halle ausreichend! Er überträgt alle Frequenzen sehr natürlich und offen, ohne störende Innenbedämpfung und Mulm. Die Einstellung irgendeines Reglers über "5" der Zehnereinteilung erscheint unnötig wenngleich durchaus machbar. Doch vorsichtig! Ausreichend belastbare Boxen sind hierfür zwingend erforderlich! Betriebt man den Amp in der "Röhrensättigung" geht die Post so richtig ab. Der Bass bedient die Magengrube und föhnt so manches Harteil der ersten 6 Reihen. Egal in welcher Lautstärke oder in welcher Einstellung der Amp arbeitet, nie hat er Leistungseinbrüche. Es ist ein Leistungs-Bolide der seine Kraft allzu gerne auf der Bühne entfaltet.
Ich glaube man hört in meiner Darstellung des Amps, dass ich mich sogar noch nach ca. 12 Jahren für diesen Amp begeistern kann.
Ein Verstärker in dieser Leistungsgruppe hat natürlich sein Transportgwicht, welches Gott lob sehr gut ausbalanciert. Aber der Sound auf der Bühne und die Freude, mit so einem "Werkzeug" arbeiten zu können, entschädigt mich immer wieder für die Schlepperei. Im übrigen habe ich schon weitaus schwere Verstärker mit weniger Leistung geschleppt.
Auch erscheint der im ersten Moment recht hohe Anschaffungspreis vor dem Hintergrund der hohen Ausgangsleistung, der Verarbeitungs- und Soundqualität sowie der phenomenalen Zuverlässigkeit gar nicht mehr so hoch!

Wer sich einmal in den Mesa/Boogie Bass 400+ verliebt hat, will nichts anderes mehr spielen! :heart:

Vorteile:
Sound, Power, Verarbeitung, niedrige Folgekosten (Röhren), hohes Image (zu Recht), sehr guter Werterhalt!

Nachteile:
Liest man meine Ausführung und benutzt diesen Amp, stellt man fest, dass es eigentlich keine Nachteile gibt!

Fazit:
Wer ihn hat, will keinen Anderen. Wer ihn nicht hat will ihn insgeheim haben! Die wenigsten Basser geben es aber zu und geben sich mit weniger zufrieden.

Bassige Grüße
McBass
THE man behind the BASS
Dieser Beitrag wurde am 31.08.2013, 22:06 von McBass verändert.
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HammettFan #2
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 :-D Zu viel zeit??  :-D

Trotzdem schöner eintrag  :gun:  :cheesy:  ;-)  :-)  :-D  :-p

MFG HF
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Admin (Administrator) #3
Benutzertitel: dä hädbängä
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Super Bericht - danke!
Admin Achim
http://meurers.net
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Herrmann the German #4
Benutzertitel: 400+ user
Mitglied seit 09/2010 · 15 Beiträge · Wohnort: NRW, Schwelm
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Diesem Bericht kann ich nur beipflichten.
Meine Röhren sind allerdings alle noch original vom Werk. Lediglich die Sicherung ist mir ein Paar mal dahergeflogen.

Die scheinbar schier unbändige Power des 400+  ist wirklich sensibel mit den Postis steuerbar und in jeder Weise ohne Soundeinbußen abrufbar.

Niemals wieder werde ich einen anderen Amp spielen !!

Gruss Andre
Bassist von Eternal Project
Andy - Bass oder was.... #5
Mitglied seit 01/2008 · 4 Beiträge · Wohnort: Rüsselsheim
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Also an meinem 400+ musste ich jetzt die Röhren nach 5 Jahren tauschen lassen. Mit selektierten TAD Tubes brüllt er jetzt wieder wie am ersten Tag. Sicherung ist mir auch schon während eines Gigs durchgebrannt. Seitdem hab ich immer ein Tütchen mit Sicherungen im Gehäuse kleben. Druckmäßig bin ich begeistert, ... aber die Schlepperei. Deshalb hab ich mit für Clubgigs einen Gallien Krüger MB Fusion zugelegt, passt locker in eine LapTop Tasche. Den Boogie spiele ich nur noch im Proberaum und auf größeren Bühnen. Aber hergeben werde ich den wohl nie.

Gruß
Andy
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